Referenzen - Erfahrungen - HBD - Zimmerei - Dackdeckerei - Holzbau

In dieser Rubrik wollen wir Ihnen einen kleinen Überblick über unsere Referenzen als Zimmerei und Dachdeckerei aus Hannover Burgwedel und die Vielfalt der Arbeit eines Zimmerers oder Dachdeckers vorstellen. Als Zimmerei und Dachdeckerei sind wir überwiegend im Großraum Hannover, Isernhagen, Burgwedel, Garbsen, Burgdorf und der Wedemark tätig.

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Unternehmensporträt in der Dachdecker-Einkauf Zeitung

Zimmerermeister Stefan Ervenich ist seit 16 Jahren selbstständig. Doch erst nach einer Neuausrichtung des Geschäfts hat er in die Erfolgsspur gefunden. Eine gut durchdachte Organisation der Abläufe und hervorragender Kundenservice zeichnen den Betrieb aus.

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Erfolgreich sein eigenes Ding gemacht

Er steht zwar ganz hinten auf dem Firmenhof, aber ist doch ein Symbol für den Aufschwung der Dachdeckerei HBD Holzbau Burgwedel GmbH: Der erste eigene Kran. Geschäftsführer Stefan Ervenich beschreibt es so: „Wir hatten davor immer höhere Leihkosten und darüber bin ich dann mit Daniel Poppke von der Dachdecker-Einkauf Ost eG ins Gespräch gekommen.“

Die Basis ist persönliches Vertrauen, die beiden kennen sich schon viele Jahre. Für den Zimmerermeister Ervenich gilt das generell. Er hat im Betrieb ein Klima aufgebaut, das sein angestellter Meister Bastian Westmann als „gute Atmosphäre“ beschreibt. Die beiden machen gemeinsam das Büro, zwölf weitere Mitarbeiter sind draußen auf den Baustellen. Ervenich hat volle Auftragsbücher, ist bis in den Winter ausgebucht. Es läuft und der Kran zeigt die Richtung an – nach oben.

Über Jahre viel Lehrgeld bezahlt

Doch auch wenn Umsatz und Ertrag steigen, Ervenich bleibt mit beiden Füßen fest auf dem Boden. So einer ist er – kein Überflieger, sondern einer, der sich den Erfolg hart erarbeitet hat. Und er ist einer, der die andere Seite der Medaille aus eigener Erfahrung kennt.

„Ich bin seit September 2000 selbstständig und habe über Jahre die Tiefen kennengelernt und viel Lehrgeld bezahlt.“ Lange hat Ervenich auf wenige große Auftraggeber gesetzt und war mit seinen Leuten auf Montage unterwegs, quer durch Deutschland und Europa. „Wir haben vor allem Supermärkte gerichtet für Bauträger.“ Doch auf einen grünen Zweig hat ihn das nie gebracht. Von Gewinn war oft keine Rede, nicht mal kostendeckend hat er zeitweise gearbeitet. Da war irgendwann klar, dass es so nicht weitergeht.

Vor vier Jahren entschied sich der Zimmerermeister, wieder auf lokales Geschäft mit Privatkunden zu setzen. Keine Montage mehr, als Multiplikatoren und Partner nur noch wenige ausgewählte Architekten.

Begeisterung für den Werkstoff Holz

Selbstständig zu arbeiten, das war schon immer das Ziel von Stefan Ervenich. „Aber ich bin mehr der Handwerkstyp und habe schon als Kind viel herumgebastelt.“ Die Begeisterung für den Werkstoff Holz weckte dann ein Ferienjob; als Schüler arbeitete er in einem Sägewerk. Das passte und da ihm die Tischlerei zu filigran war vom Arbeiten, entschied sich Ervenich für eine Lehre als Zimmerer. Es folgte das Fachabitur mit der Idee, noch ein Studium der Architektur draufzusatteln. „Das war mir aber doch zu theoretisch.“

ervenich westmann

Bastian Westmann (rechts) ist die rechte Hand von Chef Stefan Ervenich.

Ervenich arbeitete danach vier Jahre als Geselle und beließ es bei der Meisterschule sowie Fortbildungen zum Betriebswirt im Handwerk und Gebäudeenergieberater des Handwerks. Dann kam endlich der Sprung in die Selbstständigkeit. Kein Senkrechtstart allerdings, sondern mehr ein Durchbeißen. Nach den ersten Jahren stand er vor einem Scherbenhaufen, Kunden bezahlten nicht, Ervenich zahlte Lehrgeld.

Doch der Mann ist ein hartnäckiger Kämpfer, was bei seiner guten Laune und Freundlichkeit auf den ersten Blick gar nicht auffällt. Er hat weitergemacht und Erfahrungen gesammelt, wie es nicht läuft. Und dann startete er vor vier Jahren konsequent einen Neuanfang.

Umstellung auf Geschäft mit Privatkunden

Warum es danach geklappt hat mit steigenden Umsätzen und Erträgen? Ervenich hat nur noch sein Ding gemacht. Und das sind Geschäfte mit verlässlichen Partnern, vor allem mit Privatkunden. Zu ihnen findet Ervenich mit seiner zugewandten, herzlichen Art schnell Kontakt. Er verbindet eine gesunde Bodenständigkeit mit Begeisterung für seinen Job – die Zimmerei. Das überträgt sich auf seine Mitarbeiter und kommt bei den Kunden als hervorragender Service an.

So was spricht sich herum in der Region – Burgwedel und der Großraum Hannover. Empfehlungen sind das Resultat. „Wir haben eine super Truppe. Ich stelle die Zimmererkluft, die Wagen sind immer top sauber. Die Jungs höflich zu den Kunden, auch wenn es kniffelig wird. Bei mir können sie den Ärger danach ablassen und auf der Baustelle gilt am nächsten Tag wieder: weitermachen“, erläutert Ervenich.

Hälfte der Aufträge über das Internet

Zudem hat er konsequent auf das Internet und die Suchmaschinenoptimierung bei Google gesetzt. Die Homepage des Betriebs findet sich im Ranking bei den wichtigen Suchbegriffen weit oben. „Als ich anfangs gehört habe, was die Profis der Branche dafür als Honorar haben wollen, bin ich ins Nachdenken gekommen. Doch die hohe Investition habe ich nie bereut. Wir akquirieren heute rund 50 Prozent der Aufträge über das Internet“, erklärt Ervenich. Als Nächstes will er die Programmierung so anpassen, dass die Homepage auch auf Tablet und Smartphone optimal angepasst angezeigt wird. Responsive Design nennt sich der Fachbegriff dafür.

Abläufe Schritt für Schritt optimiert

Im Hintergrund hat Ervenich zudem dafür gesorgt, dass die Abläufe im Betrieb immer reibungsloser funktionieren. Mit Bastian Westmann hat er seit Jahresanfang einen Zimmerermeister eingestellt, mit dem er sich die Arbeit im Büro teilt. Ein Schritt, den sich Ervenich sehr gründlich überlegt hat. „Wir sind einfach stark gewachsen auf zwölf Mitarbeiter, da musste auch die Organisationsstruktur mitwachsen.“

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Ein Risiko war es trotzdem, allein von den Kosten. Doch die erste Zwischenbilanz fällt positiv aus. „Er ist mein wichtigster Mann, macht die Einteilung der Mitarbeiter, ist dabei auf den Baustellen, schreibt Angebote“, sagt Ervenich. Westmann fügt lachend vom Flur aus hinzu: „Ich bin das Mädchen für alles.“ Der Flachs blüht, die beiden verstehen sich gut, gerade weil sie verschiedene Typen sind. „Ich bin eher der Nette, der Kompromisse sucht, er ist eher der Gradlinige und gibt klare Kante. Good Guy und bad Guy – das passt ganz gut“, meint Ervenich mit einem Grinsen.

Stefan Ervenich hält die Kosten gering. Über einen Maschinenhersteller ist er darauf gestoßen, das Inventar mit Barcode einzuscannen. „Die haben mir das Projekt vorgestellt und auch die Ausführung übernommen. Über die Software im Büro können wir jetzt digital Inventur machen. Und wir wissen immer, welche Sachen gerade in den Fahrzeugen, in der Reparatur oder im Lager sind und wann wir nachbestellen müssen. Wir können über die Software auch checken, wie viele Stunden die Mitarbeiter auf Baustellen bereits gearbeitet haben, wie viel Material verbraucht wurde“, erklärt Ervenich.

Sein Ziel ist es, dass seine Leute sich voll auf ihre Arbeit auf den Baustellen konzentrieren können und damit keine produktiven Stunden verloren gehen. Das Material lässt er direkt auf die Baustellen liefern, im Lager hat er nur kleine Sachen. Und auch dort überlegt er, das Ganze auf Kommission extern führen zu lassen.

Großaufträge – kein Problem mit einem Netzwerk

Die hervorragende Ablauforganisation trägt gerade dann Früchte, wenn auch noch unerwartete Großaufträge hinzukommen. Ervenich erhielt den Auftrag für eine Flüchtlingswohnanlage in Altwarmbüchen – eingeschossig in Holztafelbauweise. 26 Familien sollen dort im Herbst einziehen, zudem gibt es noch ein Gebäude für die Kinderbetreuung. Da zahlt es sich aus, dass Ervenich ein Netzwerk an Partnern geknüpft hat.

Ein Subunternehmer liefert fertige Bauelemente, ein zweiter stellt zuverlässige, zusätzliche Mitarbeiter zur Verfügung. „Mit unserem Team und dem Netzwerk können wir inzwischen auch solche großen Aufträge stemmen“, freut sich Ervenich. Er holt sich gerne Spezialisten dazu, um sich selber aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können. „Ich habe etwa einen Kollegen, der Statik berechnet, Bauanträge und Ausschreibungstexte macht.“ Und was kommt als Nächstes? Ervenich überlegt, ob er eigene Räume für Büro und Lager suchen soll. Bislang hat er alles gemietet, aber es wird schon wieder eng im Lager. „Mal sehen, was sich findet“, sagt der Zimmerermeister. Er wird auf jeden Fall nichts überstürzen, auch wenn er aktuell vorsichtig optimistisch ist. Was er sich jetzt aufgebaut hat, will er erst mal absichern. Denn da gibt es ja auch noch seine private Kraftquelle, die Familie – die Ehefrau und seine drei Söhne.

Text: Köstergarten, Fotos: Köstergarten, Ervenich